Eine Studie zur Untersuchung von Inavolisib-Therapien bei Patienten mit Brustkrebs mit PIK3CA-Mutation im Frühstadium
A Study to Test Inavolisib Treatments in Participants With Early-Stage, PIK3CA-Mutated Breast Cancer
Krebs Brustkrebs
Basisinformationen
1. Warum ist diese Studie notwendig?
Brustkrebs im Frühstadium ist eine Krebserkrankung, die sich in den Zellen der Brust bildet, sich aber nicht auf andere Körperteile ausgebreitet hat. ER-positiver Krebs ist eine Krebsart, die durch Östrogenhormone beeinflusst wird. In diesen Krebszellen befinden sich Proteine, sogenannte Östrogenrezeptoren (ER), die mit dem Hormon Östrogen interagieren. Wenn Östrogen an diese Rezeptoren bindet, kann es den Krebszellen Wachstumssignale senden. ER-positiver Brustkrebs wird oft mit Hormonblockern behandelt. Manchmal verändern sich die Krebszellen so, dass sie schwieriger zu behandeln sind, weshalb neue Behandlungen untersucht werden.
In dieser Studie wird Inavolisib mit Standardbehandlungen bei Brustkrebs im Frühstadium (Ribociclib und Letrozol) vor der Operation untersucht. Die Kombinationstherapien werden zur Behandlung von Brustkrebs im Frühstadium entwickelt, der ER-positiv ist und eine Veränderung aufweist, die als „PIK3CA-Mutation“ bezeichnet wird.
Die Kombinationstherapien sind in der Erprobung befindliche Medikamente. Das bedeutet, dass die Gesundheitsbehörden (wie die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA und die Europäische ArzneimittelAgentur EMA) die Inavolisib-Kombinationstherapien für Brustkrebs mit PIK3CA-Mutation im Frühstadium noch nicht zugelassen haben.
In dieser Studie wird untersucht, wie sicher die Kombinationstherapien aus Inavolisib und Standardbehandlungen sind. Außerdem wird untersucht, wie gut sie bei Personen mit ER-positivem Brustkrebs mit PIK3CA-Mutation im Frühstadium wirken.
2. Wer kann an der Studie teilnehmen?
Frauen ab 18 Jahren mit PIK3CA-mutiertem, ER-positivem Brustkrebs im Frühstadium (Stadium II–III) können an der Studie teilnehmen, wenn ihr Brustkrebs keine zusätzlichen Proteine, sogenannte „HER2-Rezeptoren“, aufweist (was ihn zu einem „HER2-negativen“ Brustkrebs macht).
Frauen können möglicherweise nicht an dieser Studie teilnehmen, wenn sie sofort eine Brustkrebsoperation benötigen, bereits eine Brustkrebsbehandlung erhalten haben oder bestimmte Erkrankungen wie Diabetes, Leber- oder Lungenerkrankungen haben. Schwangere oder stillende Frauen können nicht an der Studie teilnehmen.
3. Wie läuft diese Studie ab?
Frauen nehmen an einer Voruntersuchung teil, in der überprüft wird, ob für sie eine Teilnahme an der Studie infrage kommt. Der Voruntersuchungszeitraum findet bis zu 1 Monat vor Behandlungsbeginn statt.
Frauen, die an dieser Studie teilnehmen, werden nach dem Zufallsprinzip in eine von drei Gruppen (sogenannte „Arme“) eingeteilt und erhalten eine der folgenden Behandlungen:
- Arm A: Inavolisib mit Ribociclib und Letrozol für ca. 6 Monate
- Arm B: Inavolisib mit Letrozol für ca. 1 Monat
- Arm C: Ribociclib mit Letrozol für ca. 1 Monat
Nach 1-monatiger Behandlung erhalten die Frauen in Arm B und C etwa 5 Monate lang die gleiche Behandlung wie in Arm A (Inavolisib mit Ribociclib und Letrozol).
Die Medikamente in dieser Studie werden als Tabletten (zum Schlucken) eingenommen. Inavolisib und Letrozol werden einmal täglich eingenommen. Ribociclib wird täglich über 21 Tage eingenommen, gefolgt von 7 Tagen Pause. Frauen, die schwanger werden können, müssen Medikamente zur Hemmung des Eisprungs einnehmen (sogenannte „LHRH-Agonisten“). Die Einnahme erfolgt für mindestens 14 Tage vor Beginn der Behandlung mit den Prüfmedikamenten und während der Studie.
Während der Studie wird eine kleine Probe des Brustkrebstumors zur Untersuchung entnommen (als Biopsie bezeichnet). Nach etwa 6 Monaten Behandlung wird der eventuell verbliebene Brustkrebs operativ entfernt. Wenn eine Teilnehmerin nicht operiert werden kann, wird eine weitere Biopsie durchgeführt.
Diese Studie ist eine offene Studie. Das bedeutet, dass alle Beteiligten, einschließlich der Teilnehmerin und des Prüfarztes, wissen, welche Studienbehandlung der Teilnehmerin verabreicht wird.
Während der ersten 3 Monate dieser Studie wird der Arzt die Teilnehmerinnen alle 1 bis 2 Wochen untersuchen, um festzustellen, ob unerwünschte Wirkungen auftreten sind und wie gut die Behandlung wirkt. Ab Monat 4 der Behandlung werden die Teilnehmerinnen jeden Monat einen Besuchstermin beim Prüfarzt haben. Sie werden auch telefonisch kontaktiert, um zwischen den Besuchsterminen ihr Wohlbefinden zu überprüfen. Die Teilnehmerinnen haben etwa einen Monat nach ihrer letzten Dosis der Studienbehandlung einen Nachbeobachtungstermin, bei dem der Prüfarzt den allgemeinen Gesundheitszustand der Teilnehmerin beurteilt. Die Gesamtdauer der Studienteilnahme beträgt etwa 8 Monate. Sie kann bis zu 11 Monate dauern, wenn die Teilnehmerin einen hohen Blutzuckerspiegel hat oder sich noch von der Operation erholt. Die Teilnehmerinnen haben das Recht, die Studienbehandlung auf eigenen Wunsch hin jederzeit abzusetzen und die Studie zu verlassen.
4. Welche wichtigen Ergebnisse soll diese Studie liefern?
Die Hauptergebnisse, die in der Studie gemessen werden, um die Sicherheit der Medikamente zu beurteilen, sind die Anzahl und Schwere der unerwünschten Wirkungen, die mit einer bestimmten Behandlung oder einem bestimmten Medikament in Zusammenhang stehen.
Weitere wichtige Ergebnisse, die in der Studie ermittelt werden, sind folgende:
- Die Anzahl der Teilnehmerinnen ohne nachweisbare Krebserkrankung nach der Behandlung
- Die Anzahl der Teilnehmerinnen mit einer Verringerung ihrer Krebserkrankung nach der Behandlung
- Veränderungen im Ki-67 – einem Marker, der in Krebszellen gemessen wird, um festzustellen, wie schnell die Krebszellen wachsen
- Wie wirken sich unerwünschte Wirkungen der Behandlung auf das tägliche Leben der Teilnehmerinnen aus und wie sich dies während der Studie verändert
- Änderungen der Schwere unerwünschter Wirkungen und wie sie sich auf die Teilnehmerinnen auswirken
5. Ist die Teilnahme an der Studie mit Risiken oder einem Nutzen verbunden?
Durch die Teilnahme an der Studie könnte sich die Erkrankung der Teilnehmerinnen bessern oder auch nicht. Die im Rahmen der Studie erhobenen Daten können jedoch in Zukunft anderen Personen mit ähnlichen Erkrankungen helfen.
Zum Zeitpunkt der Durchführung der klinischen Studie ist möglicherweise nicht vollumfänglich bekannt, wie sicher und wirksam die Studienbehandlung ist. Klinische Studien bergen Risiken für die Teilnehmer. Diese Risiken sind jedoch in der Regel nicht größer als jene Risiken im Zusammenhang mit der routinemäßigen medizinischen Versorgung oder dem natürlichen Fortschreiten der Erkrankung. Personen, die an einer Teilnahme interessiert sind, werden über die Risiken und den Nutzen sowie über alle zusätzlichen Verfahren und Untersuchungen informiert, die gegebenenfalls bei ihnen durchgeführt werden. Alle Einzelheiten der Studie werden in der Patienteninformation und Einwilligungserklärung beschrieben. Dazu gehören auch Informationen über mögliche Wirkungen sowie andere Behandlungsmöglichkeiten.
Risiken im Zusammenhang mit Inavolisib, Ribociclib und Letrozol
Die Studienbehandlung kann Nebenwirkungen bei den Teilnehmerinnen verursachen. Diese unerwünschten Nebenwirkungen können leicht bis schwer und sogar lebensbedrohlich sein und von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Während dieser Studie werden die Teilnehmerinnen regelmäßig auf unerwünschte Wirkungen hin untersucht.
Die Teilnehmerinnen werden über die bekannten unerwünschten Wirkungen sowie über mögliche Nebenwirkungen informiert, die aufgrund von Human- und Laborstudien oder Kenntnissen über ähnliche Medikamente bekannt sind. Bekannte Nebenwirkungen von Inavolisib sind Übelkeit, Erbrechen, weicher wässriger Stuhl, Ausschlag, wunde(r) oder geschwollene(r) Mund oder Lippen und ein hoher Blutzuckerspiegel. Bekannte unerwünschte Wirkungen von Ribociclib sind Müdigkeit oder Schwächegefühl, Übelkeit, weicher, wässriger Stuhl, Fieber, Husten, Veränderungen der Blutwerte zur Überprüfung der Leberfunktion, eine geringe Anzahl weißer Blutkörperchen im Körper und Haarausfall. Bekannte Nebenwirkungen von Letrozol sind übermäßiges Schwitzen, Gelenkschmerzen, Hitzewallungen und Müdigkeit oder Schwächegefühl.
Die Prüfmedikamente schädigen möglicherweise ein ungeborenes Kind. Frauen müssen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass ein ungeborenes Kind der Studienbehandlung ausgesetzt wird.
Diese Seite fasst Informationen von öffentlichen Studienregister-Websites wie ClinicalTrials.gov, EuClinicalTrials.eu, ISRCTN.com usw. zusammen. Weitere Informationen zu dieser Studie finden Sie auf der Registerkarte „Für medizinische Fachkräfte" oder auf einer der Studienregister-Websites.
Die Informationen stammen direkt von Websites öffentlicher Register wie ClinicalTrials.gov, EuClinicalTrials.eu, ISRCTN.com usw. und wurden nicht modifiziert.
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