Eine Studie zum Vergleich verschiedener RO7268489-Dosen mit Placebo als zusätzliche Behandlung zu Ocrelizumab bei Personen mit fortgeschrittener Multipler Sklerose.
A Study to Evaluate the Safety, Pharmacokinetics, Pharmacodynamics, and Efficacy of RO7268489 as Add-on Therapy to Ocrelizumab, in Participants With Progressive Forms of Multiple Sclerosis (MS)
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Autoimmunerkrankung -
Multiple Sklerose (MS) -
progrediente Multiple Sklerose (PMS)
Basisinformationen
1. Warum ist diese Studie erforderlich?
Multiple Sklerose (MS) ist eine langanhaltende Erkrankung, die das zentrale Nervensystem und auch das Gehirn und das Rückenmark beeinträchtigt. Bei einer MS greift das Immunsystem die Schutzschicht der Nerven an, was zu Kommunikationsproblemen zwischen dem Gehirn und dem übrigen Körper führt. Die Symptome können ganz unterschiedlich sein und Sehstörungen, Schwierigkeiten beim Gehen, Muskelschwäche, Taubheitsgefühl, Schmerzen und Erschöpfung umfassen. MS beginnt oft im frühen Erwachsenenalter und kann über die Zeit zu zunehmenden Behinderungen führen.
In dieser Studie wird ein Arzneimittel mit der Bezeichnung RO7268489 untersucht. Es wird entwickelt, um fortschreitende (sich verschlimmernde) MS zu behandeln.
RO7268489 ist ein Arzneimittel in der Erprobung. Dies bedeutet, dass die Gesundheitsbehörden (wie die US-amerikanische Zulassungsbehörde [FDA] und die Europäische Arzneimittel-Agentur [EMA]) RO7268489 alleine (oder in Kombination mit einem anderen Arzneimittel) nicht zur Behandlung von MS zugelassen haben.
Ziel dieser Studie ist der Vergleich der Wirkungen von RO7268489 mit einem Placebo (eine Tablette ohne Wirkstoff oder „Zuckerpille“) bei Personen mit progredienten (fortschreitenden) Formen der MS. Zusätzlich zu RO7268489 oder Placebo erhalten alle Studienteilnehmer Ocrelizumab, ein Arzneimittel, das bereits zur Behandlung von MS zugelassen ist.
2. Wer kann an der Studie teilnehmen?
An dieser Studie können Personen zwischen 18 und 60 Jahren mit fortgeschrittener MS an der Studie teilnehmen, wenn sie in der Lage und bereit sind, eine Einwilligungserklärung zu unterzeichnen, wenn sie nicht auf einen Rollstuhl angewiesen sind, sondern höchstens eine mäßige Gehbehinderung haben, wenn es dokumentierte Anzeichen eines Fortschreitens der Behinderung innerhalb der letzten 2 Jahre gibt und wenn sie zustimmen, ein digitales Gerät zu tragen, das erfasst, wie gut sie gehen können.
An dieser Studie können keine Personen teilnehmen, die schwanger sind, derzeit stillen oder die Absicht haben, während der Studie schwanger zu werden. An dieser Studie können auch keine Personen teilnehmen, die vor kurzem einen MS-Schub hatten, bestimmte Infektionen haben, schon einmal an Krebs erkrankt waren oder bestimmte Probleme mit dem Immunsystem haben. Weitere Gründe für einen Ausschluss sind schwere Herz-, Leber- oder Nierenprobleme, schwere allergische Reaktionen in der Vorgeschichte oder die Anwendung bestimmter Arzneimittel oder Substanzen wie Cannabis oder THC. Auch Personen mit bestimmten schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen, Alkohol-, Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch in der Vergangenheit sowie Personen, die gegenwärtig an einer anderen Studie teilnehmen oder bei denen keine MRT-Scans durchgeführt werden können, können an dieser Studie nicht teilnehmen.
3. Wie läuft diese Studie ab?
Anhand verschiedener Voruntersuchungen wird festgestellt, ob für die Person eine Teilnahme an der Studie infrage kommt. Die Voruntersuchungen findet bis zu sechs Wochen vor Behandlungsbeginn statt.
Alle Personen, die an dieser Studie teilnehmen, erhalten Ocrelizumab als Infusion in eine Vene einmal alle 6 Monate (auf die gleiche Weise, wie Ocrelizumab von den Gesundheitsbehörden zugelassen ist). Außerdem werden alle Teilnehmer an dieser Studie nach dem Zufallsprinzip in 4 Gruppen aufgeteilt. Die Wahrscheinlichkeit, einer der vier Gruppen zugewiesen zu werden, beträgt für alle Teilnehmer 25 %. Abhängig von der Gruppe, der sie zugewiesen werden, erhalten die Teilnehmer täglich eine niedrige, mittlere oder hohe Dosis RO7268489 in Form einer Kapsel ODER sie erhalten ein Placebo, ebenfalls als Kapsel zur täglichen Einnahme.
Dies ist eine „placebokontrollierte“ Studie. Das bedeutet, dass die Teilnehmer entweder einer Gruppe zugewiesen werden, in der sie RO7268489 erhalten, oder einer Gruppe, in der sie ein Placebo erhalten (ein Scheinmedikament, das keinen Wirkstoff enthält, aber aussieht wie das Studienmedikament). Durch den Vergleich der Ergebnisse der verschiedenen Gruppen können die Forscher feststellen, ob die beobachteten Veränderungen auf RO7268489 zurückzuführen sind oder ob sie zufällig auftreten.
Dies ist eine doppelblinde Studie. Das bedeutet, dass weder die Studienteilnehmer noch das Studienteam wissen, welche RO7268489-Dosis ein Teilnehmer erhält oder ob er ein Placebo erhält. Dieses Vorgehen soll gewährleisten, dass die beobachteten Behandlungsergebnisse nicht durch Erwartungen einzelner Personen an die erhaltene Behandlung verzerrt werden. Wenn die Sicherheit eines Teilnehmers gefährdet sein sollte, kann der Prüfarzt jedoch herausfinden, zu welcher Gruppe der Teilnehmer gehört.
In dieser Studie nehmen die Teilnehmer regelmäßig Termine beim Prüfarzt wahr. Der Prüfarzt beurteilt die Wirksamkeit der Behandlung und prüft, ob bei den Teilnehmern irgendwelche unerwünschten Wirkungen auftreten. Die Teilnehmer haben etwa 20 Wochen nach ihrer letzten RO7268489- oder Placebo-Einnahme Nachbeobachtungstermine, bei denen der Prüfarzt das Wohlbefinden des Teilnehmers überprüft. Am Ende der Studie haben die Teilnehmer außerdem Nachbeobachtungstermine, die bis zu 48 Wochen nach ihrer letzten Ocrelizumab-Einnahme andauern. Die Gesamtdauer der Studienteilnahme wird etwa 3 bis 5 Jahre betragen. Die Teilnehmer haben das Recht, die Studienbehandlung jederzeit abzubrechen und die Studie zu verlassen, wenn sie das möchten.
4. Was sind die wichtigsten Ergebnisse, die in dieser Studie gemessen werden?
Die wichtigsten Ergebnisse, die in der Studie gemessen werden, um zu beurteilen, ob das Studienmedikament gewirkt hat, sind die Gehfähigkeit der Personen (mit dem 25-Fuß-Gehtest und der erweiterten Skala zur Einstufung einer Behinderung) und ihre Fingerfertigkeit (mit dem 9-Hole-Peg-Test). Weitere wichtige Ergebnisse, die in der Studie ermittelt werden, sind die Fähigkeit des Gehirns, Informationen zu verarbeiten, wie RO7268489 vom Körper verarbeitet wird, wie gut die Personen sich fühlen sowie MS-bezogene Veränderungen im Gehirn und Rückenmark (mithilfe von MRT-Scans) und im Blut.
5. Ist die Teilnahme an der Studie mit Risiken oder Nutzen verbunden?
Die Teilnahme an der Studie kann dazu führen, dass es den Teilnehmern besser geht. Das muss aber nicht der Fall sein. Die in der Studie gesammelten Informationen können jedoch anderen Personen mit MS oder ähnlichen Erkrankungen in der Zukunft helfen.
Zum Zeitpunkt der Durchführung der Studie ist womöglich nicht vollständig bekannt, wie sicher und wirksam die Studienbehandlung ist. Daher birgt eine Teilnahme an dieser Studie auch einige Risiken. Personen, die an einer Teilnahme interessiert sind, werden über die Risiken und den Nutzen sowie über alle zusätzlichen Verfahren, Tests oder Untersuchungen informiert, die möglicherweise bei ihnen durchgeführt werden. Alle Einzelheiten der Studie werden in der Patienteninformation und Einwilligungserklärung beschrieben. Dazu gehören Informationen über mögliche Wirkungen sowie andere Behandlungsmöglichkeiten.
Risiken im Zusammenhang mit der Studie
Bei den Teilnehmern können durch die in dieser Studie verabreichten Arzneimittel unerwünschte Wirkungen auftreten. Diese unerwünschten Wirkungen können leicht bis schwer und sogar lebensbedrohlich sein und von Person zu Person unterschiedlich sein. Während dieser Studie werden die Teilnehmer regelmäßig auf unerwünschte Wirkungen hin untersucht. Sie können sich jederzeit an ihren Prüfarzt wenden, um ihn über Symptome zu informieren, die unerwünschte Wirkungen sein könnten.
RO7268489
Die Teilnehmer werden über die bekannten möglichen unerwünschten Wirkungen von RO7268489 sowie über mögliche Nebenwirkungen informiert, die aufgrund von Human- und Laborstudien oder Kenntnissen über ähnliche Arzneimittel bekannt sind. Bekannte Nebenwirkungen umfassen Angst- oder Panikattacken, Sprechschwierigkeiten und Stimmungs- oder Gefühlsschwankungen sowie Schläfrigkeit oder Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit.
Ocrelizumab
Die Teilnehmer werden über die bekannten möglichen Nebenwirkungen von Ocrelizumab sowie über mögliche Nebenwirkungen informiert, die aufgrund von Human- und Laborstudien oder Kenntnissen über ähnliche Arzneimittel bekannt sind. Bekannte Nebenwirkungen von Ocrelizumab umfassen infusionsbedingte Reaktionen, Infektionen der Nase und des Rachens sowie eine Abnahme bestimmter Blutproteine, die vor einer Infektion schützen.
Ocrelizumab wird über eine Nadel verabreicht, die in eine Vene eingeführt wird. Zu den bekannten Nebenwirkungen gehören leichtes Unwohlsein während dieses Verfahrens, Bluterguss und Infektion an der Einstichstelle der Nadel.
Die Studienmedikamente könnten ein ungeborenes Kind schädigen. Studienteilnehmerinnen müssen darum Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und verhindern, dass ein ungeborenes Kind der Studienbehandlung ausgesetzt wird.
Diese Seite fasst Informationen von öffentlichen Studienregister-Websites wie ClinicalTrials.gov, EuClinicalTrials.eu, ISRCTN.com usw. zusammen. Weitere Informationen zu dieser Studie finden Sie auf der Registerkarte „Für medizinische Fachkräfte" oder auf einer der Studienregister-Websites.
Die Informationen stammen direkt von Websites öffentlicher Register wie ClinicalTrials.gov, EuClinicalTrials.eu, ISRCTN.com usw. und wurden nicht modifiziert.
Results Disclaimer
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