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    Eine Studie zur Untersuchung der Sicherheit der Behandlung mit Emicizumab und der Wirksamkeit dieser Behandlung bei der Vorbeugung von Blutungen bei Kindern mit Hämophilie A (ohne Faktor-VIII-Hemmkörper), bei denen die Behandlung mit Emicizumab im ersten Lebensjahr begonnen wurde

    A Study to Evaluate the Efficacy, Safety, Pharmacokinetics, and Pharmacodynamics of Subcutaneous Emicizumab in Participants From Birth to 12 Months of Age With Hemophilia A Without Inhibitors

    • Hämophilie
    • Hämophilie A
    • Schwere Hämophilie A

    Basisinformationen

    Gender
    All
    Age
    ≥0 Months & ≤ 12 Months
    Healthy Volunteers
    No
    Sponsor Hoffmann-La Roche
    Phase Phase 3
    Study Identifier NCT04431726, MO41787, 2020-001733-12,2023-505964-13-00

    1. Warum ist diese Studie erforderlich?

    Hämophilie A ist eine Erkrankung, bei der das Blut nicht so gerinnt, wie es sollte. Personen mit Hämophilie A mangelt es an einem bestimmten Protein, dem sogenannten „Faktor 8” (oft auch in der Schreibweise „FVIII”). Dies führt dazu, dass diese Personen nach einer Schnittwunde oder Verletzung länger bluten. Patienten mit Hämophilie können auch ohne eindeutige Ursache Blutungen in ihren Gelenken (z. B. Knie, Ellenbogen, Knöchel), Muskeln und anderem Weichgewebe (z. B. Haut oder Fett) haben (spontane Blutungen) und Schwierigkeiten bei körperlichen Aktivitäten haben. Die Vorbeugung von Gelenkblutungen und die Erhaltung einer guten Gelenkgesundheit sind wichtige Ziele bei der Behandlung von Hämophilie.

    Die Behandlung der Hämophilie A konzentriert sich auf die Bereitstellung des fehlenden Faktor-VIII-Proteins, um die Blutgerinnung nach einer Schnittwunde oder Verletzung zu unterstützen und die mit der Erkrankung verbundenen Blutungen zu verhindern oder zu verringern. Zur Behandlung und Vorbeugung von Blutungen wird eine bedarfsgesteuerte und regelmäßige Faktor-VIII-Ersatztherapie angewendet. Diese muss jedoch direkt in eine Vene verabreicht werden. Außerdem kann die natürliche Abwehr des Körpers (das Immunsystem) Antikörper entwickeln, die die Wirkung der Therapie unterbinden (diese werden als „Faktor-VIII-Hemmkörper” bezeichnet).

    In dieser Studie wird ein Medikament namens Emicizumab untersucht. Es kann als Injektion unter die Haut gespritzt werden, und dies seltener (wöchentlich, jede zweite Woche oder alle vier Wochen) als eine Faktor-VIII-Ersatztherapie. Emicizumab ist von Gesundheitsbehörden (wie der US-amerikanischen Zulassungsbehörde und der Europäischen Arzneimittel-Agentur) zur Behandlung von Hämophilie A bei Personen mit oder ohne Faktor-VIII-Hemmkörper und in jedem Alter zugelassen. Es wird zur Vorbeugung oder Verringerung der Anzahl von Blutungsepisoden angewendet. Es liegen jedoch nur begrenzte Informationen zur Anwendung von Emicizumab bei Kindern vor, wenn die Behandlung im ersten Lebensjahr begonnen wurde.

    Ziel dieser Studie ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit von Emicizumab zu untersuchen und zu verstehen, wie die Behandlung in die verschiedenen Körperteile gelangt und wie sich der Körper bei Kindern ohne Faktor-VIII-Hemmkörper, bei denen die Behandlung mit Emicizumab im ersten Lebensjahr begonnen wurde, verändert und wie deren Körper Emicizumab ausscheidet.

    2. Wer kann an der Studie teilnehmen?

    Kinder unter 1 Jahr mit Hämophilie A ohne Faktor-VIII-Hemmkörper können an der Studie teilnehmen.

    Kinder dürfen möglicherweise nicht an dieser Studie teilnehmen, wenn sie innerhalb eines bestimmten Zeitraums vor der Studie bestimmte Medikamente erhalten haben (einschließlich Emicizumab) oder wenn sie an bestimmten anderen Erkrankungen leiden (wie einer anderen Blutgerinnungsstörung oder einer Autoimmunerkrankung).

    3. Wie läuft diese Studie ab?

    Die Kinder werden voruntersucht, um zu überprüfen, ob sie an der Studie teilnehmen können. Der Voruntersuchungszeitraum beginnt 2 Wochen vor Behandlungsbeginn.

    Jeder Teilnehmer an dieser Studie erhält Emicizumab im ersten Monat als wöchentliche Injektion unter die Haut und danach ein Jahr lang alle 2 Wochen. Nach einem Jahr Behandlung erhalten die Teilnehmer weiterhin Emicizumab alle 1, 2 oder 4 Wochen und werden im Rahmen dieser Studie weitere 7 Jahre lang überwacht.

    Dies ist eine offene Studie. Das bedeutet, dass alle Beteiligten, einschließlich des Teilnehmers und des Prüfarztes, wissen, welche Studienbehandlung dem Teilnehmer verabreicht wird.

    Während des ersten Jahrs dieser Studie werden die Teilnehmer in den ersten 5 Wochen jede Woche und danach alle 2 oder 4 Wochen Termine beim Prüfarzt haben. Der Prüfarzt beobachtet die Wirksamkeit der Behandlung und ob bei den Teilnehmern unerwünschte Wirkungen auftreten. Die Teilnehmer werden während der nächsten 7 Jahre alle 3 Monate Nachbeobachtungstermine wahrnehmen. Die Gesamtdauer der Prüfungsteilnahme beträgt etwa 8 Jahre. Die Teilnehmer haben jederzeit das Recht, die Studienbehandlung abzubrechen und die Studie zu verlassen, wenn sie das möchten.

    4. Welches sind die wichtigsten Ergebnisse, die in dieser Studie gemessen werden?

    Dies sind die wichtigsten Ergebnisse, die in der Studie gemessen werden, um zu beurteilen, ob das Medikament gewirkt hat:

    • Die Anzahl der Blutungen, die bei den Kindern auftreten und behandelt werden müssen
    • Die Anzahl aller Blutungen, die bei den Kindern auftreten (unabhängig davon, ob eine Behandlung verabreicht wird oder nicht)
    • Die Anzahl der Blutungen, die behandelt werden müssen und die keine eindeutige Ursache haben
    • Die Anzahl der Gelenkblutungen, die behandelt werden müssen

    Weitere wichtige Ergebnisse, die in der Studie ermittelt werden, sind folgende:

    • Die Gelenkgesundheit, gemessen anhand des Haemophilia Joint Health Score (HJHS) und anhand von Magnetresonanztomografie(MRT)-Scans während des 7-jährigen Nachbeobachtungszeitraums
    • Anzahl und Schwere von unerwünschten Wirkungen
    • Wie sich Emicizumab im ganzen Körper verteilt und wie Emicizumab vom Körper verändert und ausgeschieden wird
    • Wie sich Emicizumab auf das Immunsystem auswirkt

    5. Sind mit der Teilnahme an dieser Studie Risiken oder Nutzen verbunden?

    Die Teilnahme an der Studie kann dazu führen, dass es den Teilnehmern besser geht. Das muss aber nicht der Fall sein. Die im Rahmen der Studie erhobenen Daten werden jedoch möglicherweise in Zukunft anderen Personen mit ähnlichen Erkrankungen helfen.

    Zum Zeitpunkt der Durchführung der Studie ist möglicherweise nicht vollumfänglich bekannt, wie sicher und wirksam die Studienbehandlung ist. Die Studie birgt einige Risiken für die teilnehmende Person. Diese Risiken sind in der Regel nicht größer als diejenigen im Zusammenhang mit der routinemäßigen medizinischen Versorgung oder dem natürlichen Fortschreiten der Erkrankung. Eltern oder Betreuer von Kindern, die an einer Teilnahme interessiert sind, werden über die Risiken und den Nutzen sowie über alle zusätzlichen Maßnahmen und Untersuchungen informiert, die möglicherweise bei den Kindern durchgeführt werden müssen. Alle Einzelheiten der Studie sind in einer Patienteninformation und Einwilligungserklärung beschrieben. Dazu gehören auch Informationen über mögliche Wirkungen sowie andere Behandlungsmöglichkeiten.

    Risiken im Zusammenhang mit dem Studienmedikament Emicizumab
    Bei den Teilnehmern können durch das in dieser Studie verabreichte Medikament unerwünschte Wirkungen auftreten. Diese unerwünschten Wirkungen können leicht bis schwer und sogar lebensbedrohlich sein und von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Während dieser Studie werden die Teilnehmer regelmäßig auf unerwünschte Wirkungen hin untersucht.

    Die Betreuer der Teilnehmer werden über die bekannten Nebenwirkungen von Emicizumab sowie über mögliche unerwünschte Wirkungen informiert, die aufgrund von an Menschen durchgeführten Studien und Laborstudien oder Kenntnissen über ähnliche Medikamente bekannt sind. Bekannte Nebenwirkungen sind Schmerzen oder Beschwerden im Kopf, Gelenkschmerzen und eine Hautreaktion an der Einstichstelle der Nadel zur Verabreichung einer Behandlung.

    Emicizumab wird als Injektion unter die Haut verabreicht. Bekannte Nebenwirkungen sind Rötung, Schwellung oder Hautausschlag an der Einstichstelle der Nadel zur Verabreichung einer Behandlung.

    Diese Seite fasst Informationen von öffentlichen Studienregister-Websites wie ClinicalTrials.gov, EuClinicalTrials.eu, ISRCTN.com usw. zusammen. Weitere Informationen zu dieser Studie finden Sie auf der Registerkarte „Für medizinische Fachkräfte" oder auf einer der Studienregister-Websites.

    Die Informationen stammen direkt von Websites öffentlicher Register wie ClinicalTrials.gov, EuClinicalTrials.eu, ISRCTN.com usw. und wurden nicht modifiziert.

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